hands on sound
Ohren auf.
 
Gründerstory
Ohren auf.
Text: Julia Gärtner   Fotos: Julian Röder

Kampf der Kakophonie! Damit die Welt besser klingt, schaffen hands on sound Klanginseln gegen die penetrante Dauerbeschallung durch Klingeltöne und Supermarktmusik. Ihre Installationen sind Kunst und Kommunikationsmittel. hands on sound ist das schönste Kompliment an unsere Ohren. 

„Stille ist Luxus.“ Das sagt ausgerechnet einer, der Klanginstallationen designt und verkauft. Jan Paul Herzer und sein Geschäftspartner Max Kullmann schaffen einzigartige Klangwelten, und machen so auf Besonderheiten im Raum aufmerksam oder unterstreichen sein Ambiente. „Wir inszenieren eine Idee, ein Image oder eine Marke – mit Klang,“ beschreiben hands on sound, wie die beiden ihr Unternehmen genannt haben, ihr Angebot auf ihrer Internetseite. Dabei nehmen die kritische Betrachtung des Ganzen und die Frage der Klangökologie einen wichtigen Teil ihrer Arbeit ein. „Man muss sich immer fragen, was macht hier Sinn und ist es immer nötig, dass alles lärmt und kracht? Und im Zweifelsfall verordnen wir einem Kunden auch Stille. Es ist jetzt nicht so, dass wir für alles zu haben sind, das ist auch eine Verantwortung, die unsere Kompetenz mit sich bringt,“ betont Herzer - der mit seinem lässigen T-Shirt und den leicht verwuschelten blonden Haaren dem typischen Bild eines Kreativen in Berlin entspricht - schließlich wollen sie ja genau das Gegenteil erreichen von der emotionsfreie, weichgespülte und meist nervigen Dauerbedudelung im Supermarkt.

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